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Nach Sardinien auswandern

Forumarchiv

(Beitrag aus dem alten Forum übernommen)
Autor: beachcomber
Datum: 23.05.11 14:37

Hallo liebe Forumsmitglieder,
ich bin neu hier im Forum und war gerade dabei, mich ein bisschen durch die verschiedenen Beitraege zu lesen. Dabei ist mir ein Beitrag ins Auge gesprungen von einer Frau mit Tochter, die nach Sardinien ziehen moechte. Noch ohne Job und ohne Unterkunft. Ueberlege dir bitte sehr sehr gut, auf was du dich da einlaesst, wenn du nach Sardinien ziehen moechtest. Ich lebe jetzt seit 37 auf der Insel und moechte nur noch weg!!! Hier ist es im Sommer toll, weil das Wetter, das Meer, die Leute und die Landschaft die idealen Bedingungen fuer einen schoenen URLAUB darstellen, aber Urlaub ist Urlaub, hier 12 Monate im Jahr zu leben und zu arbeiten ist etwas Anderes. Wenn man das Glueck hat, das ganze Jahr Arbeit zu haben, dann aber nicht regelmaessig bezahlt wird und nicht weiss, wie man die Miete, Rechnungen jeglicher Art, Versicherung, Nahrungsmittel, usw. usw. bezahlen soll, dann bleibt vom Paradies Sardinien nicht mehr viel uebrig. Denn es gibt keinerlei Unterstuetzung vom Staat, wenn es einmal nicht alles so gut laeuft, es gibt dann nur einen Berg Schulden, der immer hoeher wird...da hilft dann auch keine Sonne und kein schoener Strand mehr, um das Leben noch lebenswert zu machen. Und einfach zu sagen, ich suche mir einen neuen Job...Fehlanzeige...1. ist die Arbeitslosenquote sehr hoch, 2. wollen die meisten Firmen junge Leute mit Erfahrung, 3. findet man evtl. einen Saisonjob, aber dann fehlen einem die Beitraege fuer die Rente. Tut mir leid, dass ich alles so negativ schildere, aber so sieht es leider fuer viele aus. Der Gedanke, die Insel verlassen zu muessen, weil es einfach nicht mehr weiter geht, tut unendlich weh, aber lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Ich befuerchte, Deutschland wird bald einen Einwohner mehr haben...das wird bestimmt nicht einfach werden, aber schlimmer als jetzt kann es eigentlich gar nicht mehr werden.

LG von der Sonneninsel
 
Autor: bo-ju
Datum: 23.05.11 16:18

Hallo beachcomber,

Das musste unbedingt mal wieder gesagt werden, denn genau so ist es. Leider.
 
Autor: beachcomber
Datum: 23.05.11 17:54

Hallo bo-ju,

das hoert sich so an, als ob du auch nicht besonders gluecklich mit der Situation hier bist. Lebst du auf Sardinien? Und wenn ja, in welcher Gegend?
 
Autor: maripino
Datum: 23.05.11 18:49

Hm aber nach so vielen Jahren,die Du hier gelebt hast wird es sicher in Deutschland auch nicht leicht werden,da muß man auch erstmal wieder Fuß fassen,sicher das man hier null Hilfe bekommt wenn man ohne Arbeit ist das stimmt gebe ich Dir vollkommen Recht.Die Einheimischen helfen sich hier gegenseitig, spricht die Kinder bekommen hilfe von den Eltern wenn keine Arbeit ist in Deutschland ist es der Staat der Hilfestellung bietet wenn es nicht anders geht.Wünsche Dir auf jedenfall viel Glück....
Lg. Mary
 
Autor: CiaoCiaoSardegna
Datum: 24.05.11 11:37

Ciao Beachcomber,

das tut mir leid, dass du so schlechte Erfahrungen auf Sardinien machen musstest und ich finde es gut, dass du darüber berichtest. Zu viele Leute gehen mit absolut falschen Vorstellungen in den Süden und hoffen auf eine Arbeit (aber nicht zu viel, nicht zu stressig und möglichst nicht allzu schlecht bezahlt) und darauf, dass sie ab sofort das Dolce Vita in vollen Zügen genießen können. Solche Berichte sieht man ja auch immer wieder im Fernsehen bei "DIE AUSWANDERER".

Mir stellen sich bei solchen Berichten immer sämtliche Haare zu Berge, wenn ich höre, mit wie wenig Infos, Sprachkenntnissen, Kapital etc. die Leute ins Ausland gehen und sich dann wundern, wenn's nicht so locker läuft, wie sie sich das vorgestellt hatten.

Mein sardischer Schwager lebt seit über 10 Jahren in Deutschland und er liebt eigentlich seine Insel. Aber zum Arbeiten würde er niemals mehr dorthin zurückgehen. Und das will, wie ich finde, schon was heißen.

LG - Barbara
 
Autor: Bella_B
Datum: 24.05.11 16:13

Hallo zusammen,

auch ich finde es gut, wenn hier auch einmal darüber geschrieben wird, wie es für Auswanderer tatsächlich ist.

Sicherlich gibt es die, die Pech haben - jedoch sicher auch die, die Glück haben.

Man muss sich vor Augen halten, dass einem nicht alles in den Schoß fällt. Das tut es hier in Deutschland auch nicht. Ohne Fleiß, kein Preis. War schon immer so (außer, Du erbst oder kommst aus finanziell gutem Hause).

Den Ausländern, die nach Deutschland kommen geht es doch auch nicht anders (ok - wir sind Sozialstaat)... aber - wir bekommen doch täglich durch die Presse mit, was auch dort teils abverlangt wird Deutschtest, Integrität, kein Kopftuch, usw...

Das geht einem, wenn er auswandert - ob nach Sardinien oder nach Honolulu - doch genauso....
Du kannst die Sprache nicht - vergiß es...
Du hast keine Lust auf Anschluss an sardische Einwohner - vergiß es...
Du hast keinen finanziellen Rückhalt - vergiß es...
Du hast keine Kontakte geknüpft - vergiß es...
usw...

Da wir neulich in privater Runde auch dieses Thema hatten, und ich sehr gerne auf der Insel arbeiten und leben möchte, kommt man durch einen solch regen Austausch mit Leuten, die die Insel sehr gut kennen, auf neue Gedanken. Insbesondere, wenn es um das Thema Gesundheitsvorsorge/Arzt/Krankenhaus etc. geht.

Was ich bei "beachcomber" nicht verstehe...
Was hast Du die letzten 37 Jahre auf der Insel gemacht? Du dürftest nun geschätzt etwa Ende 50 sein... Hast Du das Dolce Vita genießen wollen und dich um nichts anderes - wie Rückhalt - gekümmert?

Sonnige Grüße
Bella_B
 
Autor: beachcomber
Datum: 24.05.11 19:05

Ciao Bella B,

Du fragst, was ich in den letzten 37 Jahren auf der Insel gemacht habe...

Natuerlich habe ich anfangs das DOLCEVITA genossen, das ist mit 18 aber auch normal, oder? Ich wollte ja eigentlich auch nur Urlaub machen... Mit 19 habe ich angefangen, hier zu arbeiten, war keinen Tag arbeitslos oder krank geschrieben, habe als alleinstehende Mutter und ohne Unterhalt von den Vaetern 2 Kinder gross gezogen (heute 34 und 24), haben beide studiert...mit Rueckhalt ist da nichts, wenn man sich gerade noch recht oder schlecht ueber Wasser halten kann. Ich kann und will mir daher keine Vorwuerfe machen, wenn es mir heute nicht so gut geht...die Situation ist generell einfach mies, und nicht nur in Italien (insbesondere auf Sardinien), sondern europa- wenn nicht weltweit.

LG von der Insel :)
 
Autor: stammi bene
Datum: 24.05.11 19:33

mmmmhhh,......
dat klingt nach depresivem Schnauze voll, wenn ich das mal so sagen darf.

Ok, faxen dicke is Faxen dicke, doch wo steht die Alternative in D ?
18, keine deutsche Ausbildung ?! Und wenn, zu lange draussen.

Mit deutschem Pass bleibt dir H4, auch keine dolle Aussicht. Evtl. kannst du dir die Erziehungsjahre anrechnen lassen, glaub ich aber nicht, müsst man prüfen.

Golden isses damit hier aber leider auch nicht.
Mitte 50 is dann auch nicht unbedingt das Alter den Löffel zu schmeissen.

Mach eine Probezeit in D, schau was möglich ist, lass die Tür nach unten auf.

.....noch ein paar aufmunternde Worte....??? fällt mir grad nix ein!
 
Autor: beachcomber
Datum: 24.05.11 19:57

Ciao Stammi bene,

hast ja Recht...."depressives Schnauze voll" trifft den Nagel auf den Kopf, war halt ein langer, kalter, verregneter und langweiliger Winter auf Sardinien, und wenn dann auch noch die Kohle, bzw. das Brennholz fuer den Kamin fehlt...da kann man schon mal ein psychisches down haben.

Dein Vorschlag, eine Probezeit in D zu machen, ist ok... ein paar Monate deutsche Winterluft schnuppern, Inselkoller auskurieren, und im Sommer wieder auf die Insel...hoert sich gut an...abzuwarten ob machbar. :)

Den Loeffel schmeiss ich garantiert noch nicht, und H4...nein danke! Ich werd mir schon was einfallen lassen, wie immer!

Ciaociao
 
Autor: siyam
Datum: 24.05.11 23:22

Ciao beachcomer,

ich musste mich jetzt einfach wieder anmelden im Forum, nur wegen des Beitrages. Eigendlich hatte ich mich vor einigen Monaten ausgeklinkt......

Aber ich kann bei diesen Thema die Finger nicht von der Tastatur lassen:

Was du schreibst, da stimme ich dir zu 100% zu. Aber nach so vielen Jahren auf der Insel nützt ein "weglaufen" nicht viel. Wir sind erst seit 5 Jahren auf der Insel und glaube mir, bis vor 1 1/2 Jahren hatte ich die gleiche Depri-Schnauze-Voll Stimmung wie du mit genau den gleichen Erfahrungen, wie du sie oben ansatzweise geschildert hast, und wie bestimmt einige andere Ausländer auch, die auf der Insel Fuß fassen wollten. Für mich galt auch: schlimmer kann es nciht mehr kommen......

Ich hatte mir letztes Jahr dann einen Aufenthalt in Deutschland gegönnt wirklich auch mit dem Vorsatz zu sehen, ob es nicht doch besser wäre, die Koffer wieder endgültig zu packen um nach Deutschland zurück zu kehren.....

Wir sind immer noch auf der Insel und ich bin mittlerweile zufrieden mit dem Leben was wir hier führen. Klar sind die Winter unangenehm (vor allem der Januar bis zum März) ich arbeite Saison, bin im Winter nur stundenweise tätig und das auch nur für 1 - 2 Tage die Woche, dank meiner Ausbildung und Diplom zur Übersetzerin, mach ich von zu Hause aus Übersetzungen. Geld ist im Winter trotzdem nie genug da und stinkereich sind wir auch nohc nicht geworden ;o) und dennoch, es fällt alles nicht mehr so schwer, wie anfänglich. Und weißt du warum ich mittlerweile zufriedener leben kann und keine Depri Stimmung mehr habe?

Bei meinem Heimatbesuch habe ich festgestellt, dass ich, ohne es zu merken, meine komplette Einstellung bereits geändert hatte und nur auf Grund der momentanen Situation, einem bereits längst vergangenem Leben hinterhergetrauert habe. Wie sagt man so schön: "Das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite." Ich hatte ständig alles mit Deutschland verglichen und die soziale Sicherheit - logisch - die findet man nur in Deutschland. Aber dafür muss ja auch erstmal in den Topf eingezahlt werden.

Ich kann dir auch nur raten, statte Deutschland einen Besuch ab, lebe ein wenig auf Probe und dann entscheide ob du wirklich die Zelte abbrechen willst.
Jobs kann man sich von Sardinien aus im Internet suchen, es gibt diverse seriöse Homepages. Dreh den Spiess um, suche dir eine Arbeit bei der eine Wohnung in Deutschland mit angeboten wird. Das gibt es ja nicht nur in Sardinien.

Wie gesagt, meine Erfahrungen auf Sardinien waren anfänglich auch nicht die Besten und es war sehr, sehr schwer für mich und ich bin teilweise von einer Depression in die nächste gewackelt, aber heute bin ich froh, dass ich das Handtuch nicht geschmissen habe. Warum willst du nach so vielen Jahren aufgeben?
Die Rente? Ich zähle auch zu denjenigen, die Dank eines Saisonjobs (aber den seit 3 Jahren beim gleichen Arbeitgeber) nur geringfügig bis gar nichts in die Rentenkasse einzahlen. Allerdings habe ich das große Glück, das meine Arbeitgeber alle Contributi pünktlich und in voller Höhe abführen und mir auch etwas extra zur Rente dazu geben. Naja, das ist ja auch nicht relevant im Moment (zum Thema). Ich wollte dir eigendlich auch nur sagen: Kopf hoch, das Leben besteht nicht nur aus Geld scheffeln und was tolles besitzen. Finanzielle Hilfe steht dir auch in Italien / Sardinien zu. Wenn du lang genug in einer Comune residente bist, wovon ich einfach mal ausgehe, steht dir auch finanzielle Hilfe und sogar eine Arbeit über die Comune zu. Wenn du magst, können wir per Email darüber austauschen.

Aber eines kann ich mit großer Sicherheit sagen: in Deutschland zu leben und zu arbeiten ist etwas anders als auf Sardinien zu leben und zu arbeiten, die Prioritäten sind anders gelegt und unterm Strich muss man hier und da rackern, Steuern zahlen und schauen, wie das Geld über den Monat reicht.

Nur weil es momentan nicht so gut auf finanzieller Ebene läuft, heißt es ja nicht, dass es in Deutschland finanziell wunderbar sein wird. Es gibt auch da genug, die nicht wissen, wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollen oder auch schon lange nicht mehr können und dann ins totale soziale Abseits geraten. Teils Familien bei denen die Eltern berufstätig sind und dennoch ist es zu viel zu sterben und zu wenig zum leben.

Das passiert dir in Sardinien..... nur die Konsequenz ist bei weitem nicht so, kein Gerichtsvollzieher der Sturm klingelt, kein Nachbar der seine Kinder von deinen weghält, nur weil du finanziell nicht mithalten kannst und sie demzufolge ein eventuell schlechter Umgang für die eig. Kinder wären. Eher noch, wird gesagt: fregate nè, siamo tutti nella stessa barca....

LG Simone


 
Autor: corona niedda
Datum: 25.05.11 10:38

Hi Beachcomber,

bin noch nicht so lange wie du auf der Insel...
was ich dir sagen wollte: vielleicht laesst es sich ja kombinieren, sardegna und germania.

etwas deutschland im jahr mag ich ganz gerne, speziell im winter: hab die gewohnheit entwickelt, in den wintermonaten in fredda germania einzufliegen, etwas zu jobben, weihnachtsmarkt oder sonstiges, die ueberbordende infrastruktur zu geniessen...

und dann im fruehling oder spaetem winter wieder auf die insel zu kommen und durchzuatmen, asparagi zu suchen und mich zu freuen, dass ich wieder da bin :-)))

hab derzeit nicht die welt an riesigen finanziellen ruecklagen und in deutschland keine eigene wohnung mehr. aber es tut sich immer eine schoene moeglichkeit auf unterzukommen und etwas zu verdienen, wenn ich offen dafuer bin.

wuensch dir alles liebe!

salutoni da bosa

christine
 
Autor: Yoshiham
Datum: 25.05.11 10:44

Hallo Simone,

schön, daß Du wieder da bist.

Du hast, wie die anderen Schreiber zuvor Recht. Ich habe natürlich gut lachen, da meine Lebensgefährtin und ich unsere Renten bekommen und somit unser Auskommen gesichert ist.

Aber grundsätzlich einmal.
Auf Sardinien geht man immer von falschen Voraussetzungen im Winter aus. Hier ist es immer ( noch ) wärmer als in Deutschland. Wenn wir hier die gleichen Bedingungen am Haus schaffen (Wärmedämmung und dergl. ) wie in Deutschland, dann wäre ( ist ) es auch hier im Winter schön. Für die Heizung muß natürlich der Brennstoff gewählt werden, den man hier auch erhalten kann, wie z.B. Holz, Gas, Pellet, Solar und nur bedingt Strom.

Aber leider sind auf Sardinien die meisten Häuser ohne Heizung und Wärmedämmung. Man stelle sich das mal in Deutschland vor, dann wäre es mit Sicherheit dort kälter und unangenehmer als hier. Soweit meine persönliche Meinung.

LG

Dieter
 
Autor: maripino
Datum: 25.05.11 13:26

Da gebe ich Dieter Recht,so kalt wie in Deutschland wird es hier nie, sicher sind die Wintermonate nicht toll aber wie schon gesagt mit dem richtigen Heizen kann man es hier gut aushalten...Was die Arbeit hier angeht auf der Insel das ist sicher ein Problem endweder man findet einen guten Job verdient soviel das das man gut leben kann ,ich spreche nicht von Dolce Vita sondern vom normalen Leben und nicht halli galli.Viele haben ebend nicht das Glück wie schon einmal erwähnt mit dem Goldenen Löffel auf die Welt gekommen zu sein,und arbeiten muß man überall was ich nicht verstehe, ist.
Das wenn man es geschafft hat 37 Jahre hier zu überleben man dann weg will in ein Land was einem ja eigentlich Fremd erscheinen muß,den in 37 Jahren hat sich in Deutschland die Lage nicht verbessert eher verschlechter,da gibt es auch null Arbeit und wenn Du um die 50 bist dann haste sicher auch kaum Chancen dort Arbeit zu finden es seiden Du möchtst vom Staat leben,aber ich persönlich würde lieber verhungern bevor ich Hartz 4 beantragen würde....Meine persönliche Meinung kein Angriff an irgend jemanden.....Wir sind genau aus dem Grund aus Deutschland weg,für meinen Mann gab es keine Arbeit in Deutschland es hieß immer er wäre zu Alt mit 44 Jahren,hier hat er einen super Job gefunden fürs ganze Jahr er verdient genau das Geld was er in Deutschland in seinem Beruf auch hatte....Wir leben nicht in Saus und Braus sondern wie die Einheimischen ein einfaches aber Glückliches Leben,ich habe hier gelernt auf Luxus und auf viele Materiele Dinge zu verzichten,habe tolle Nachbarn die mich mit Obst und Gemüsse sowie frischen Eiern versorgen,das gibt es in Deutschland nicht jedenfalls kenne ich es nicht...Hier ist mehr zusammen halt wie in Deutschland.Das ist meine persönliche Erfahrung ,jeder muß für sich wissen wo Er/Sie Glücklich ist und ich wünsche jedem sein Glück ob hier auf der Insel oder wo auch immer auf der Welt.Lg Grüße Mary
 
Autor: maripino
Datum: 25.05.11 13:37

Hallo beachcomer, wo auf der Insel bist Du????schreib mich doch mal persönlich an wenn Du magst.Lg grüße Mary
 
Autor: CiaoCiaoSardegna
Datum: 26.05.11 11:07

Ciao Mary,

das hast du schön geschrieben. Genauso sehe ich das auch. Aber Nachbarschaftshilfe gibt es in Deutschland schon auch. Unser Nachbar legt uns z. B. alle paar Tage Salat in die Garage, da er im Garten so viel davon hat, dass sie selber nicht alles essen können. Da bin ich auch immer sehr dankbar dafür, weil ich weiß, dass der selbst angebaut und nicht gespritzt ist etc.

Ja, und das mit dem Verzichten auf materielle Dinge fällt im Süden sicher generell leichter. Wenn ich hier bei uns in D sehe, dass Leute mit dem Ferrari bei Lidl vorfahren, siehst du schon, welche Prioritäten in D herrschen. Die Italiener, Spanier, Franzosen kaufen sich erst mal was Ordentliches zu essen und einen guten Wein dazu, bevor sie überlegen, welche Sonderausstattungen das neue Auto bekommen soll.

LG - Barbara
 
Autor: Evalein
Datum: 26.05.11 12:15

Hi beach comber
magst du dir bie mir dich melden, privat?

Evalein

Eine Reise auf tausend Kilometer, beginnt mit einem kleinen Schritt. Was diesen ersten Schritt in Sardinien, besonder macht, ist dass er die Tür öffnet, zu einer Reise durch Emotionen und Gefühlen die bei uns immer bleiben werden.
 
Autor: maripino
Datum: 26.05.11 13:00

Hallo Babara,sicher wird es in Deutschland auch Nachbarschaftshilfe geben,wie gesagt ich kenne das so wie es hier ist, in Deutschland nicht....Wie sagt man so schön Ausnahmen bestättigen die Regel oder so ähnlich:)Ich habe hier Menschen kennengelernt die mit 5 Personen in einem kleinen Haus leben Mutter Vater und 3 Söhne schon 32,36,40 Jahre alt,die sind Glücklich zusammen das gibt es in Deutschland nicht und wenn doch dann nennt man Sie Mamasöhnchen der Familien zusammenhalt ist hier doch ganz anders,und da gibt es keine neuen Autos oder neue Möbel nein da gibt es fein was zu Essen auf den Tisch,es wird gelacht und man ist froh das alle Gesund sind....Es wird null Wert auf materielle Dinge gelegt....Wenn ich aber leben will in saus und braus und dauernd neue Klamotten oder Nagelstudio oder was auch immer möchte ja dann ist klar dann wird immer Geld fehlen....Aber wie schon gesagt das ist meine ganz persönliche Meinung,und bei Beachcomer ist das einzige was ihr in Deutschland an möglichkeiten übrigbleibt so hart es auch klingen mag Harz4 oder eine Putzstelle den wenn ich 37 Jahre nur Gejobbt habe ohne Ausbildung bin, was bitte gibt es dann für Alternativen in Deutschland????Ich wünsche Beachcomer viel Glück.
Lg. Mary
 
Autor: Yoshiham
Datum: 26.05.11 14:48

Wie nhat mein Vater schon gesagt?

" Von einem schönen Teller wird man nicht satt"

Wichtig ist was drauf ist.

Ja, hier sieht man das Ganze lockerer. Darum kommt man auch mit dem Geld aus. In Deutschland wäre das schwierig, vor allen Dinge, wenn man Kinder hat. Die werden in der Schule schon gemobt, wenn sie keine "Markensachen" tragen. Keiner fragt, wer das bezahlen soll.

Wieso bezahlen? Ich brauche nicht zu bezahlen, wird doch abgebucht und da habe ich Dispositionskredit.*.g*

LG

Dieter
 
Autor: CiaoCiaoSardegna
Datum: 27.05.11 12:56

Ich denke, dass man auch in Deutschland seinen Kindern vermitteln kann, dass man nicht unbedingt Markenklamotten und die teuersten Handys braucht, um "jemand" zu sein.

Und die Leute, die mich nur anerkennen, wenn ich Markenklamotten trage, die brauche ich sowieso nicht.

LG - Barbara
 
Autor: Janca
Datum: 17.06.11 16:45

Hallo an Alle

bin neu in diesem Forum. Lebe seit 14 Jahren im Norden von Sardinien. Dieses Thema ist auch bei mir sehr aktuell.

Weil seit letzten Herbst reichen auch meine Finanzen nicht mehr aus. Doch die Insel verlassen und zurück in die Schweiz gehen, nein das kann ich mir nicht im geringsten vorstellen

Gut, ich bin Italienerin, in der Schweiz geboren und aufgewachsen, aber seit ich hier lebe fühle ich mich zuhause.
Also wie gehen wir die neue Situation an:
Ich z.b. lebe in einem riesig grossen Haus, wo noch 3 Zimmer, alle mit Bad, frei sind. Ich hätte grosse Freude dieses Haus mit anderen zu teilen. Cohausing könnte man das nennen.
Wer also Interesse hat und sich das Wohnen mit andern vorstellen könnte, kann mich auch privat kontaktieren oder hier weitere Fragen stellen.
Grüsse Janca
 
Autor: maripino
Datum: 17.06.11 21:03

Hallo Janca Willkommen im Forum;leider kam von Beachcomer nie eine Antwort zurück weder Privat noch hier im Forum,vieleicht hätte ihr jemand helfen können aber vieleicht ist Sie auch schon zurück nach Deutschland....
Lg.auch aus dem Norden der Insel Mary
 
Autor: siyam
Datum: 18.06.11 00:06

Ciao Janca,

auch von mir ein Herzliches Willkommen ;o), Cohousing klingt gut und das auch noch an der Costa S. Für mich kommt es nicht in Frage, hab ja noch familiären Anhang ;o) Aber vielleicht meldet sich ja noch jemand.

Ich finde es auch schade, das Beachcomber sich nie wieder gemeldet hat. Aber ich wünsche ihr, egal wie sie sich entscheidet alles Gute.

Wollte nur mal anmerken - weil ich in meinem oberen Statement auch die ärztliche Versorgung ansprach: Heute hatte ich zum erstenmal selbst das "Vergnügen" die Ambulanz abends anzurufen, weil unser 5jähriger schwer gestürzt ist und die Situation nur noch den Anruf beim Notarzt zu ließ.
Keine Sorge, alles wieder gut und im grünen Bereich, aber eines muss ich jetzt einfach mal sagen: auch wenn man als Deutscher immer etwas irritiert ist, wie umständlich es wäre, ärtzliche Hilfe dazu zu rufen: Ein Anruf bei der 118 und nach 5 min standen sie in unserem Wohnzimmer, im telefonischen Kontakt bereits mit dem Krankenhaus in Sassari und haben 1:1 situationsgenau geschildert, wie der Fall liegt. Gespräch mit uns, was passiert ist, Krankenhaus hört mit, dann kam die Anweisung wo genau nochmal nachgeschaut werden soll um eventuelle innere Verletzungen zu erkennen oder auszuschliessen, dann die Anweisung: Kind auf die Trage, Mutter mitnehmen und herkommen. Lief alles gut, ärztliche Untersuchungen waren genauestens. Sohnemann liegt nun schon wieder zu Hause und schläft friedlich, Gott sei Dank.

Wollte das eigendlich nur mal so mitteilen. Es ist also nicht alles hinterweltlich und schlimm oder unterversorgt. Auch wenn es ein anderes Gesundheitssystem ist, wie man es von Deutschland, Schweiz oder Österreich kennt, letztenendes wird einem doch auch hier sofort und professionel geholfen. Ein Danke an die freiwilligen ersten Helfer und den Arzt (der sprach übrigens sogar ein wenig deutsch-haben aber erst eine kleine Unterhaltung auf deutsch gehalten, nachdem der Spuk vorbei war und wir nach Hause durften).
Gute Nacht und LG Simone
 
Autor: Janca
Datum: 18.06.11 09:46

Hallo Simone
schön was du geschrieben hast, ich denke es kommt eh immer auf meine innere Einstellung an, wenn ich Schlechtes erwarte dann nicht verwundern wenn ich genau das kriege, aber es geht ja auch andersrum!

Freut mich dass du diese gute Erfahrung gemacht hast, auch in unseren d-sprachigen Ländern ist nicht immer alles Gold was glänzt.In diesen 14 Jahren die ich hier lebe habe auch ich alles mögliche für Erfahrungen gemacht, aber ich habe eigentlich nur daraus gelernt!

Habe weiter oben gelesen dass auch du Übersetzungen machst. Hatte bis letzten Herbst einen gut bezahlten Übersetzungs-Job aber denen ist leider wie vielen andern auch das Geld augegangen. Hast du irgenwelche tips für Übersetzungen?


Danke Mary für dein Willkommen!

Bianca
 
Autor: maripino
Datum: 18.06.11 11:15

Hallo Simone das ist doch mal eine tolle Nachrricht:)Ich glaube man muß selber erstmal solche Erfahrungen machen,und in eurem Fall ist es doch Klasse verlaufen,wünsche deinem Sohnemann alles gute das er bald wieder munter tobben kann....
Lg Mary
 
Autor: Sardinienfan1
Datum: 18.06.11 16:49

Hallo Bianca,
auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum.

Ich weiß nicht, wo Du im Norden zu Hause bist, aber wenn Du mal nach Alghero kommst, können wir uns gerne bei einem Cappu treffen.

Hallo Simone und Mary,

wie wir ja schon oft geschrieben haben, so schlecht sind wir hier nicht aufgehoben. Auch auf Sardinien gibt es gute Ärzte.

Das ich zu meinen ärtzlichen Kontrollen immer nach Deutschland fliege hat nichts, aber auch garnichts mit der Kompetenz der sardischen Ärzte zu tun, sondern eher an meiner. Ich verstehe ja kaum die deutsche Ärzte*g*

Simone, Deinem Sohnemann alles Gute.

Hans



Nachricht bearbeitet (18.06.11 17:21)
 
Autor: siyam
Datum: 18.06.11 22:50

danke für die lieben Wünsche. Der Schock sitzt meinem Mann und mir zwar immer noch in den Knochen, aber dem Kleinen geht es schon wieder gut.
Innere Verletzungen sind nun endgültig ausgeschlossen, alles was außen ist, heilt wieder.

Die kleinen Narben werden später gute Beweisstücke abgeben, wenn er seine Rowdy - Geschichten und schrägen Ideen an seinen Enkel weiter erzählen wird ;o)

@Hans, das Kommunikationsproblem beim Arzt kenne ich auch. Ich fühlte mich anfangs alles andere als sicher und habe jeglichen Arztbesuch versucht zu umgehen. Gott sei Dank war das oft auch möglich. Dann hab ich auch den Vorteil, dass mein Mann ja gebürtiger Sarde ist, also musste er immer mit, wenn es nicht anders ging.
Nun bin ich der Sprache einigermaßen mächtig und kann nicht immer von ihm verlangen, dass er sich frei nimmt, nur weil ich mit einem der Kids zum Arzt muss. Also musste ich ins kalte Wasser springen und selbst hingehen. Jetzt bewege ich mich also auch auf diesem Gebiet sicherer. Aber ich verstehe das total, denn was die Gesundheit angeht, damit spasst man nicht. Es gibt sooooo viele, die bei gesundheitlichen Sachen ins Heimatland fliegen und sich damit einfach besser aufgehoben fühlen.

Ärztewahl ist auch eine Vertrauenssache, egal in welchem Land.

LG Simone
 
Autor: P1
Datum: 21.06.11 05:51

He, was muss ich da lesen Simone, gut dass nicht mehr passiert ist, alles gute von uns.

D+H

Ich habe das mit Interesse gelesen, aber glaubt mir unsere H4rler leben nicht schlecht, die rechnen dem Staat schon vor welch Lebensstandart angemessen ist für sie und bekommen auch noch vom Verfassungsgericht volle Rückendeckung. Rauchen, Alkohol, Fernseh, Waschmaschine... sind auf jeden Fall drinn und je mehr Kinder von welchen Vätern auch immer wirken sich positiv aus. Und wehe da kommt jemand auf die Idee, man sollte statt Geld zu geben für das wohlergehen der Kinder sorgen und Gutscheine oder Sachleistungen für Ausbildung und so anbieten, dafür aber zum Beispiel Einschränkungen bei Genussmitteln zu machen, mit dem Ergebnis es gibt €5,00 mehr, dann ist der Teufel los. H4 trifft nur die Leute hart, die ihr Leben lang gearbeitet haben sich ein Haus gebaut haben, Geld auf die Seite gelegt haben, aber für die, die noch nie was geschafft haben ist es eine super Sache. Selbst Eva erzählte mir eine Geschichte, als sie in München Arbeit gesucht hat und ihr geraten wurde doch lieber zum Sozialamt zu gehen weil es für sie rentabler wäre, aber das soll sie euch selber erzählen. Ja das ist Deutschland und darum wäre es nicht die blödeste Idee von beachcomber nach Deutschland zurückzukehren und sich unterhalten zu lassen, sie lebt sorgenfreier und statt Nachbarschaftshilfe gibt es "die Tafeln" da gibts alles gratis, fast jeden Falls ich glaube einen symbolischen Euro müssen sie abdrücken.

So jetza der P1 hat mal wieder was unbequemes geschrieben.



Nachricht bearbeitet (21.06.11 12:41)
 
Autor: Yoshiham
Datum: 21.06.11 10:36

Hans,

da bläst Du genau in mein Horn. Du glaubst nicht, was die H4ler alles an Lebensmittel zu Hause in den Müll hauen, was sie von der Tafel mitbekommen haben. Das habe ich mit eigenen Augen schon mehrfach gesehen. Ist ja auch bequemer, sich in der der Tafel an die Tafel zu setzen, als selbst zu kochen.

Ich bin auch der Meinung, man sollte den Kindern vom Kindergarten bis zum Schulabschluß alles kostenlos geben und das vom H4 Satz abziehen. Dann kommt es auch an der richtigen Stelle an.

Hans, jetz ducken wir mal ab, wenn das Tafelporzellan geflogen kommt.

LG

Dieter
 
Autor: P1
Datum: 21.06.11 12:46

Das stehen wir durch Dieter, weißt Du warum die das Gemüse in die Tonne treten, weil viele nichts damit anzufangen wissen und nur von Fertignahrung leben können.

Hans
 
Autor: Gianna
Datum: 21.06.11 13:20

Ich finde, dass Ihr maßlos übertreibt.

Klar gibt es überall Schnorrer, aber ich glaube nicht, dass man generell so über Leute sprechen sollte, die Harz 4 bekommen.

Da gibt es sicherlich weitaus mehr Leute, die sich durch Steuerbetrug durchs Leben schnorren, als solche die den Sportvereinbeitrag iher Kinder versaufen, verrauchen oder bei MC Donalds verfressen.

In diesem Sinne,

viele Grüße

Gianna

Nachricht bearbeitet (21.06.11 13:20)
 
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