So, jetzt mal ganz allgemein meine "2 Cents" zu dem Thema:
Es stimmt, das nicht mehr Geld als vorher ausgegeben werden kann, auch wen die Geschäfte länger offen haben.
ABER wen dich die Anzahl der Geschäfte halbiert und sich deren Öffnungszeiten (und auch Anzahl der Mitarbeiter) verdoppelt, dann kann in Kunde der selbst 5 oder 6 Tage in der Woche arbeitet auch einkaufen gehen.
Das Argument: "früher waren die Geschäfte ja noch kürzer offen und es hat es ja auch funktioniert" ignoriert, wie schwierig es für einen Arbeitnehmer war damals war selbst einzukaufen oder zb zur Bank zu gehen.
Ich erinnere mich noch, das mein Vater bei uns im Ort praktisch nie zur Bank gehen oder einkaufen konnte, ohne einen Tag frei zu nehmen.
Er ging aus dem Haus, da hatte höchstens der Bäcker offen und wenn er nach Hause gekommen ist (Fahrzeit + Arbeitszeit > 10 h) war schon alles zu.
Das musste alles meine Mutter machen, die nicht gearbeitet hat, sondern wie damals üblich als "Hausfrau" uns Kinder versorgte.
Genauso konnte die "Tante Emma", die den kleinen Laden hatte selbst nur Mittwoch nachmittags "in die Stadt" zum einkaufen fahren.
Denn da waren bei und im Ort traditionell alle Läden (also auch ihrer) zu.
Das ganze System hat sich aber geändert.
Inzwischen gibt es die halbe Anzahl von Läden, die sind dafür im "Schichtbetrieb" und doppelt so lange offen.
Ob es heutzutage besser oder schlechter ist, muß jeder selbst entscheiden.
Ich aber finde, es hat auch und gerade für die Mitarbeiter selbst Vorteile das die Geschäfte inzwischen länger offen haben.
Das die "großen Ketten" dies schneller umgesetzt haben als die "kleinen Händler" war eben zu deren Vorteil.
Auf die Idee, das zwei Läden zusammengelegt und von der gemeinsamen Belegschaft dann im Schichtbetrieb geführt werden ist eben fast keiner gekommen.
Das ist aber kein Grund sich hier in die Haare zu bekommen.
